Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt die Initiative von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, mit einer nationalen Strategie der Lebensmittelverschwendung den Kampf anzusagen - sieht aber Konkretisierungsbedarf.

Lebensmittel gehören nicht in den Müll. Darüber besteht über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg Einigkeit. Ob das auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützte Ziel, bis 2030 Lebensmittelabfälle um 50 Prozent zu reduzieren, mit der von der Ministerin vorgelegten Strategie erreicht werden kann, steht aber in den Sternen.

Wenn wir das Problem wirklich angehen wollen, benötigen wir verbindliche und überprüfbare Zielvorgaben. Die gesamte Wertschöpfungskette muss einbezogen werden, angefangen von der produzierenden Landwirtschaft über den Logistikbereich, die Lebensmittelindustrie, den Handel und die Gastronomie bis hin zu den Verbrauchern. Die Grundlage für verlässliche Daten bildet eine umfassende Dokumentationspflicht der Wirtschaft.

Auch sollte eine Verpflichtung für den Lebensmittelhandel, Lebensmittel an die Tafeln weiterzugeben und zu spenden, ähnlich wie in Frankreich, geprüft werden. Darüber hinaus ist eine unabhängige Stelle erforderlich, die Aktivitäten koordiniert und regelmäßig über erreichte Ziele informiert. Lediglich auf freiwillige Leistungen der Wirtschaft zu hoffen, führt nicht zum Ziel. Das zeigt das Beispiel der Reduktionsstrategie für Zucker, Fette und Salz ganz deutlich. Wir brauchen klare Regelungen und konkrete Zielvorgaben.

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