Der Internationale Frauentag am 8. März ist für mich ein Grund, Bilanz zu ziehen. Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern durchzusetzen und Benachteiligungen zu beseitigen.

Wir wollen Gesetze, die Frauen und Männer effektiv gleichstellen. Wir haben in den vergangenen Jahren mit dem Elterngeld und dem Rückkehrrecht auf vorherige Arbeitszeit viel für Familien getan. Frauen steigen aber familienbedingt öfter und länger aus dem Job aus und steigen überwiegend in Teilzeit wieder ein. Das wirkt sich verheerend auf ihre Alterssicherung aus. So bekommen Frauen am Ende nur halb so viel Rente wie Männer. Gerade im Münsterland ist das ein Problem. Circa die Hälfte aller berufstätigen Frauen im Kreis Borken arbeitet in Teilzeit. Die Vorschläge der SPD für eine Grundrente gehen diese Ungleichheit an. Vor allem Frauen, die ihren Job wegen ihrer Kinder einschränken oder jahrzehntelang zu Niedriglöhnen arbeiten mussten, profitieren hiervon.

Neben der Einführung einer Grundrente müssen wir gleichzeitig weiter daran arbeiten, dass Frauen über den gesamten Lebensverlauf hinweg die gleichen Chancen wie Männer haben: auf einen gut bezahlten Job und letztlich auf eine eigenständige und auskömmliche Rente. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir die sozialen und die Gesundheitsberufe aufwerten, denn es ist nicht plausibel, dass eine Arbeit mit so hohen Anforderungen und so großer Bedeutung für die Gesellschaft so gering entlohnt wird.

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