Jetzt ist es aber auch mal gut. Gemeint sind die Medien. Ich weiß, man darf sie nicht schelten und man muss dankbar für eine freie Presse sein. Bin ich auch, dennoch erlaube ich mir die Medien zu ermahnen, mit dem Niedermachen der SPD aufzuhören. Manche können den totalen Untergang dieser alten Partei, die so unendlich viele Verdienste hat, scheinbar kaum abwarten.

Kevin Kühnert kann nicht über Wasser gehen, das ist die Wahrheit. Er ist Juso- Vorsitzender, seine Meinung wird gehört aber er wird nicht im Alleingang das Parteiprogramm ändern und die gesamte Partei dazu bringen, die Kollektivierung großer Betriebe zu beschließen. Er konnte seine Äußerungen auch nur so tun, weil einige vergessen haben, was die Menschen gerade von der SPD erwarten. Wir sollen für soziale Gerechtigkeit sorgen und die soziale Spaltung der Gesellschaft beseitigen. Die schärfsten Gegner von Kevin Kühnert waren an der Verzwergung der SPD beteiligt, weil sie in allererster Linie auf die Wirtschaft und auf die Finanzmärkte geschaut haben. Die schwarze Null, dieser Fetisch von Schäuble, muss nicht zwingend auch unser Ziel sein.

Die Ideen eines Wolfgang Clement und eines Gerhard Schröder haben zu einem der größten Niedriglohnsektoren in Europa geführt. Dafür müssen wir uns nicht auf die Schultern klopfen, sondern wir müssen das ändern.
Diese Verwerfungen zurückzuführen ist jedoch schwer. Vor allem, wenn man nicht mit Mehrheit regieren kann. Doch seit Jahren bemühen wir uns darum. Und mit unserem Sozialstaatspapier haben wir den richtigen Weg eingeschlagen und uns von Hartz IV verabschiedet. Mit weiteren, von der SPD auf den Weg gebrachten, Gesetzen stärken wir diejenigen, die es schwer im Leben haben. Ich erinnere nur an das starke Familiengesetz. Jetzt geht's um die Grundrente und damit um die Anerkennung der Lebensleistung, gerade von Frauen.

Ich erwarte für unsere Arbeit kein permanentes Schulterklopfen aber doch ein bisschen Anerkennung. Und ich bin mir sicher, dass das Totenglöcklein für die SPD nie läuten wird.

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