Am Thema Lebensmittelverschwendung komm niemand vorbei, wer das Ziel Nachhaltigkeit verfolgt. 85 Kilogramm wirft jeder deutsche Privathaushalt im Jahr durchschnittlich weg. Auch in Erzeugung, Handel und Gastronomie landen viel zu viele kostbare Nahrungsmittel im Müll.

An guten Ideen und Ansätzen Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen mangelt es nicht. Einige Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels engagieren sich bereits gegen Verschwendung. Sie optimieren ihre Prozesse, arbeiten mit den Tafeln zusammen, schulen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und klären Verbraucherinnen und Verbraucher aktiv auf, etwa über das Mindesthaltbarkeitsdatum. Die Bundesregierung hat ihrerseits im Februar eine Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung auf den Weg gebracht.

Doch es bleibt noch Luft nach oben. Dabei muss die gesamte Wertschöpfungskette in die Pflicht genommen werden, neben dem Handel also etwa Lebensmittelerzeuger, Gastronomie und Privathaushalte. Um die Verschwendung in den privaten Haushalten anzugehen, appellieren wir insbesondere an die Länder, der Ernährungsbildung eine größere Rolle in den Lehrplänen einzuräumen. Organisationen wie die Tafeln wollen wir finanziell stärker unterstützen und Hürden, die die Weitergabe von Lebensmitteln zu wohltätigen Zwecken erschweren, so weit wie möglich senken. Zudem müssen die Themen Lebensmittelverschwendung und Verpackungsmüll enger miteinander verknüpft und gemeinsam angegangen werden.

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