18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jedes Jahr weggeworfen. Etwa 17 Prozent davon gehen auf das Konto von Großverbrauchern, zu denen neben Kliniken oder Schulen auch Hotels und Gaststätten zählen. Zum ,Tag der nachhaltigen Gastronomie' am 18. Juni fordert die SPD-Bundestagsfraktion die Gastronomiebranche auf, stärker auf Nachhaltigkeit zu setzen und ihren Beitrag zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zu leisten.

Um das Problem der Lebensmittelverschwendung in den Griff zu bekommen, müssen alle etwas tun, Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie Lebensmittelindustrie, Handel und Gastronomie. Wenn in der Kantine massenweise Essen übrig bleibt oder im Restaurant halb volle Teller zurückgegeben werden, hat das mit Nachhaltigkeit und Wertschätzung für unsere Lebensmittel wenig zu tun. Verbesserungspotenzial bei Lagerung und Nachfragekalkulation gilt es auszuschöpfen. Variable Portionsgrößen - nicht nur für Kinder oder Senioren - müssen ebenso selbstverständlich sein wie die Möglichkeit, Reste mit nach Hause zu nehmen. Für Gastronomen bestehe hier kein Haftungsrisiko.

Einige Restaurants gehen im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung bereits voran. Etwa, indem sie von vornherein versuchen, Abfall möglichst vollständig zu vermeiden. Manche verarbeiten Reste zu Dünger weiter, andere setzen ausschließlich auf Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Zudem gibt es Apps, über die Betriebe am Ende des Tages Abnehmer für ihr überschüssiges Essen finden. Diese beschränkten sich übrigens nicht auf die Gastronomie.

Ich finde es ganz toll, dass auch der Bäckereibetrieb ,Back König' aus Stadtlohn mit Hilfe der App ,Too Good To Go' daran arbeitet, dass so wenig Ware wie möglich in der Tonne landet. Über dieses Konzept habe mich heute bei einem Besuch in der Bäckerei informiert. Ideen wie diese müssten auch im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung weiterverfolgt werden.

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