Nun war ich vor Ort beim Deutschen Roten Kreuz in Borken. Das Café Henry, die neue barrierefreie Küche des DRK, bietet von montags bis freitags einen wechselnden Mittagstisch an. Als Integrationsunternehmen beschäftigt das Café Henry eine bestimmte Anzahl von Menschen mit Behinderung.

Das Bundesteilhabegesetz soll mehr Selbstbestimmung und Teilhabe am Arbeitsleben, an Bildung und im sozialen Bereich ermöglichen. Die Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen werden aus dem "Fürsorgesystem" der Sozialhilfe herausgeführt. Unterstützungsleistungen sind dann nur noch davon abhängig, was individuell benötigt und gewünscht wird. Die Art der Unterbringung ist nicht länger das ausschlaggebende Merkmal.

Im gemeinsamen Gespräch mit mir hat das Borkener DRK viele Anmerkungen zur aktuellen Reform. So seien mehr Hilfen für Angehörige und Betreuer notwendig, um Anträge nachzuvollziehen und korrekt einzureichen. Insbesondere ältere Betreuer ohne eigenen PC bräuchten mehr Unterstützung. Außerdem brauchen aus ihrer Sicht Menschen mit psychologischen Problemen bessere Unterstützung. Der Wunsch des DRK ist ganz deutlich: stärkere Unterstützungsstrukturen und mehr Netzwerke für Menschen mit Behinderung.

Ich habe diese Punkte aufgenommen und nehme diese mit zu meinen Kolleginnen und Kollegen nach Berlin. Mit dem BTHG wird ein kompletter Systemwechsel vollzogen. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Das ist auch mein Anspruch. Ich möchte, dass die Reform für die Menschen zu konkreten Verbesserungen vor Ort führt. Das ist meine Motivation.

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