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Das ist durchaus berechtigt und absolut notwendig. Es war auch immer ein Vorrecht der Jugend, in den Forderungen kompromisslos zu sein. Die weltweiten Proteste am 20. September waren mehr als beeindruckend. Was mich aber erschreckt, sind die Auswüchse. Da wird das Autofahren grundsätzlich verteufelt, ohne zu fragen, ob die Menschen überhaupt eine Alternative haben. Man will den Kohleausstieg sofort, ohne zu bedenken, dass Deutschland schon aus der Kernenergie ausgestiegen ist und in Europa die höchsten Strompreise hat. Die Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren und die Regionen, die um ihre Zukunft bangen, spielen keine Rolle. Wenn Politiker dann erklären, dass man alle Menschen auf dem Weg zu mehr Klimaschutz mitnehmen muss, werden sie als nicht handlungsfähig dargestellt. Aber wie soll das sonst gehen? Die meisten Leute kommen nur mit dem Auto zur Arbeit. Die Erhöhung der Pendlerpauschale ist daher richtig. Warum denken viele soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz nicht zusammen? Schon jetzt werden die unteren und mittleren Einkommensschichten über die EEG-Umlage und die Ökosteuer überproportional belastet. Ich finde, das Klimaschutz-Programm ist trotz aller Unkenrufe ein Einstieg. Sogar eine CO2-Bepreisung, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau, wurde vereinbart. Bahnfahren wird billiger, Fliegen teurer und Ölheizungen verboten. Und jedes Jahr wird geschaut, ob die Ziele erreicht wurden. Außerdem kann der Bund es nicht alleine richten. Auch die Wirtschaft, die Länder und Kommunen, ja wir alle sind gefordert. Weniger fliegen, weniger neue Klamotten, auch mal etwas reparieren, nicht alle paar Monate ein neues Handy kaufen, weniger Fleisch und weniger Lebensmittel auf dem Müll - auch das hilft mit, das Klima zu schonen.

 

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