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Diesmal gab es keine Trecker auf den Straßen, um gegen die Berliner Agrarpolitik zu protestieren. Vielmehr trafen sich gestern der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Spiering und die ernährungspolitische Sprecherin Ursula Schulte mit VertreterInnen von Land schafft Verbindung (LSV) auf dem Hof von Birgit und Markus Blömer in Rhede, um über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft zu reden.

Im Gespräch bleiben, Meinungen austauschen - das waren die Ziele der beiden Sozialdemokraten, die sich in Begleitung der SPD-Landratskandidatin Nadine Heselhaus und von Bernd-Josef Beckmann, SPD-Rhede, befanden. Und was die Berliner Politiker mit nach Berlin nahmen, war ein umfangreicher Blumenstrauß an Themen.

Kritik übten die VertreterInnen des LSV, allen voran der Vorsitzende des im Juni neugegründeten LSV-Verband NRW, Ansgar Tubes, an der mangelnden Planungssicherheit für Landwirte. "Wir denken in Generationen, nicht Wahlperioden", stellten Tubes und sein Stellvertreter Frank Kisfeld fest. Die Landwirte wiesen darauf hin, dass sie ein Gesamtkonzept für die Landwirtschaft von der Politik erwarten, das Fragen der Tierhaltung und des Baurechts genauso einbezieht, wie Fragen der Gülleausbringung, der Messstellenproblematik und der europäischen Agrarförderung.

"Strukturveränderungen werde es weiter gebe", erklärten Rainer Spiering und Ursula Schulte. Deshalb sei eine faire und nachhaltige Agrarförderung notwendig. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert hier eine tatsächliche Reform nach dem Prinzip ‚öffentliches Geld für öffentliche Leistungen'. Im Mittelpunkt habe eine wirtschaftlich stabile und wettbewerbsfähige Landwirtschaft zu stehen, mit mehr Natur-, Umwelt-, Klima- und Tierschutz in der Landwirtschaft, die gleichzeitig die ländlichen Räume stärkt.

Ende September ist ein weiteres Treffen zwischen Politik und LSV - diesmal in Berlin - geplant. Es bleibt der Anspruch: Im Gespräch bleiben! Nur so lassen sich Probleme gemeinsam lösen.

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