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Ulla SchulteUnd wieder einmal haben einige Unionspolitiker diese aufs Spiel gesetzt, weil sie den Hals nicht voll bekommen konnten. Eine Vermittlungsgebühr von mehreren 100.000 Euro zu kassieren ist unanständig. Diese dann auch noch als angemessen zu deklarieren, zeigt wie weit entfernt diese Herren von der Mehrheit der Bevölkerung sind. Wenigstens ist die Union jetzt bereit für mehr Transparenz, auch in Bezug auf Nebentätigkeiten. Diese sind mir, nicht erst seitdem ich Bundestagsabgeordnete bin, ein Rätsel. Wie schafft man es eigentlich, neben dem Mandat und der Arbeit im Wahlkreis noch weitere Vollzeitbeschäftigungen und diverse Aufsichtsratsposten auszufüllen? Schwer wiegt auch die Abhängigkeit, in die man sich damit begibt. Bei so mancher Abstimmung gerät man zwangsläufig in einen Interessenkonflikt, denn die Unternehmen haben doch bestimmte Erwartungen an ihre Aufsichtsratsmitglieder. "Zum Wohle des Volkes", das ist die Richtschnur für alle Abgeordneten. Dahinter haben Eigen- und Einzelinteressen zurückzustehen. Wer das nicht will, sollte nicht Abgeordneter werden.

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