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Ein weiteres Mal digital über die Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt diskutierte ich mit dem Leiter der Arbeitsagentur Borken-Coesfeld Johann Meiners, sowie den SPD-Bundestagskandidaten Nadine Heselhaus, Wahlkreis 126 Borken II, Sarah Lahrkamp, Wahlkreis 124 Steinfurt I und Borken I und Johannes Waldmann, Wahlkreis 127 Coesfeld und Steinfurt II. Das vorweggenommene Fazit: Covid-19 bewegt den Arbeitsmarkt und tut es noch! Dennoch ist er in den Kreisen Borken und Coesfeld erstaunlich stabil und robust.

Die von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes greifen. Das erkennt Johann Meiners unumwunden an. Mit dem Kurzarbeitergeld haben die Unternehmen ein Instrument an der Hand, um ihre Mitarbeiter über die Pandemie hinaus zu halten. Kurzarbeit ermögliche für die Unternehmen flexibles Handeln, betont der Chef der Arbeitsagentur Coesfeld.

Einen Wermutstropfen gibt es aber dennoch: Zeigt sich der Arbeitsmarkt für männliche Arbeitskräfte relativ stabil, hat die Frauenarbeitslosigkeit auch in der konjunkturellen Hochphase nicht so stark abgenommen, wie bei den Männern. Gerade die Pandemie verdeutlicht noch einmal, dass viele Branchen in der Region, in denen Frauen arbeiten, extrem von der Pandemie getroffen wurden. Dazu zählen vor allem der Handel und die Gastronomie. Ein Problem in diesem Zusammenhang sei auch, so Meiners, dass verschiedene Umschulungsmaßnahmen nicht in Präsenz stattfinden konnten und nicht alle durch virtuelle Angebote aufgefangen werden.

Arbeitsagentur und Politik waren sich einig darin, dass die Konjunktur nach der Pandemie wieder anziehen werde. Betriebe könnten die Situation sehr gut einschätzen. Sie behalten vor allem ihre Fachkräfte, weil sie wissen, wie schwierig es ist, diese Fachkräfte wieder zu bekommen.

Besonders erfreut zeigten sich die SPD-Politiker darüber, dass sich die Anzahl der Ausbildungsplätze auf hohem Niveau bewegt. Man war sich einig, dass die duale Ausbildung gute Chancen für junge Leute bietet und man dafür verstärkt werben müsse.

Die Corona-Pandemie ist für die Menschen in unserem Land eine enorme Belastung. Sie wird unsere Arbeitswelt sicherlich nachhaltig verändern. Diesen Herausforderungen stellen wir uns als Sozialdemokraten. Wir nehmen sie an und wollen unsere Gesellschaft in eine digitalisierte, soziale und ökologische Zukunft führen, davon bin ich überzeugt.

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