Berlin/Rhede. Um mich über präventive Unfallverhütung und ergonomisches Arbeiten in der Landwirtschaft zu informieren, besuchte ich den landwirtschaftlichen Betrieb von Birgit und Markus Blömer in Rhede. Gemeinsam mit dem alternierenden Vorstandsvorsitzenden der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Arnd Spahn informierte ich mich über Gefahrenherde und Schutzmöglichkeiten.

Prävention sollte überall dort, wo gearbeitet wird, groß geschrieben werden. So auch auf dem Hof des Ehepaares Birgit und Markus Blömer. Das Ehepaar bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb in Rhede und wird seit Jahren in vielen Fragen rund um den Betrieb von der SVLFG begleitet. Unterstützung erhielt das Ehepaar Blömer u.a. bei der Anerkennung als Ausbildungsbetrieb, bei einem Arbeitsunfall und der damit verbundenen Hilfe zur Betriebssicherung, bei Fragen zur Alterssicherung und vor allem bei der betrieblichen Prävention.

Nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die auf dem Hof lebenden Kinder und Großeltern ist im betrieblichen Ablauf auf vielfältige Sicherheitsvorschriften zu achten. Da ist zum Beispiel der Hinweis, dass der Traktor zwingend mit einer Rückfahrkamera ausgestattet sein sollte. Aber auch bei einem anstehenden Reifenwechsel am Traktor ist Vorsicht geboten. Schließlich wiegt ein solches Rad schon seine 300 Kg - also keine Kleinigkeit.

Wichtig sei, so die Sicherheitsberater der SVLFG, dass man die betrieblichen Gegebenheiten und ermittelten Gefährdungen beurteilt. Daraus lasse sich ein schlüssiges Konzept für den jeweiligen Betrieb entwickeln. Die SVLFG könne dann entsprechende Unterweisungshilfen bereitstellen.

Neben den Sicherheitsaspekten konnte ich mich als Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft auch über Arbeitserleichterungen im Betrieb informieren. Allein die Länge eines Besenstiels kann beim Fegen der Anlagen große Auswirkungen auf mögliche Haltungsschäden haben. Auch die Tatsache, ob eine Waage für das Zufüttern in der Kälberzucht bodennah stehe, spielt für die Arbeitserleichterung auf dem Hof eine große Rolle.

Aus der praktischen Erfahrung heraus erkennt man erst, wo Probleme für mögliche Unfälle liegen. Die SVLFG leistet hier eine gute Beratungsarbeit. Das nützt den Landwirten. Sie müssen sich allerdings auch darauf einlassen.

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