von links: Ursula Schulte, MdB, Dr. Thomas Bröcheler, Direktor Stiftung Haus Hall, Verena Bentele, Beauftrage der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karl Mensing, Inhaber Garten- und Landschaftsbau Mensing, Claudia Stremming, Unternehmensberaterin für Integrationsprojekte in Westfalen, Handwerkskammer zu Münster

Als "Meckerin" in Sachen Behindertenpolitik bezeichnete sich Verena Bentele, Beauftragte für die Belange behinderter Menschen gestern Abend im Festsaal der Stiftung Haus Hall. Eingeladen zu einer Podiumsdiskussion hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte. "Als Berichterstatterin für den Bereich Behindertenpolitik ist es mir wichtig, dass wir die aktuellen Beratungen um das Bundesteilhabegesetz kritisch begleiten. Wenn wir Selbstbestimmung und eine gerechte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen fordern, dürfen wir Beschäftigungsfragen nicht ausklammern. Schließlich bedeutet Arbeit zu haben, die Basis für ein selbstbestimmtes Leben."

Mehr als 60 Personen diskutierten beim Themenabend "Einmal Werkstatt, immer Werkstatt!?" mit. Verena Bentele trat vehement für eine unabhängige Beratung ein. Im Mittelpunkt haben die Wünsche und Fähigkeiten des behinderten Menschen zu stehen. Claudia Stremming, Unternehmensberaterin für Integrationsprojekte in Westfalen, betonte, dass sich Integrationsprojekte dem ambitionierten Anspruch stellten, mit schwerbehinderten Menschen auf dem freien Markt zu wirtschaften. Karl Mensing, Inhaber des Garten- und Landschaftsbaubetriebes Mensing, arbeitet schon lange mit behinderten Menschen zusammen und bildet selbst aus. "Wenn man ihnen Zeit lässt und Vertrauen schenkt, erweisen sie sich als voll einsatzfähige Mitarbeiter", so Karl Mensing. Dr. Thomas Bröcheler stellte die Bedeutung der Werkstätten heraus. Werkstätten für behinderte Menschen unterstützen vor allem durch eine entsprechende Arbeitsorganisation und maßgeschneiderte Assistenzleistungen. Sie sind hochspezialisierte Einrichtungen.

Für alle Beteiligten war klar: Wir müssen die individuelle Lebensqualität des Menschen im Auge behalten. Sie muss auch im Mittelpunkt des Bundesteilhabegesetzes und der verschiedenen Arbeitsangebote stehen.

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