Ursula Schulte MdB (Mitte) mit Ehrenamtlichen von Herzen-Radeln und Jürgen Kalling Einrichtungsleiter Haus Walburg Ramsdorf 3. v. r. oben.pngAuf meiner Sommertour durch verschiedene Pflegeeinrichtungen besuchte ich das Haus St. Walburga in Ramsdorf. Begleitet wurde ich von der Velener Bürgermeisterin Dagmar Jeske sowie von Richard Kassner und Birgit Schlautmann vom SPD-Ortsverein Velen-Ramsdorf.

Im Haus St. Walburga konnte ich ein interessantes Projekt in Augenschein nehmen. Egon Böckers, Leiter des Rollfietsenprojektes, erläuterte das Projekt, das Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, zu Gute kommt. "Ältere Menschen kennen Ausflüge mit dem Fahrrad aus ihrer Kindheit. Wenn sie im Alter körperlich eingeschränkt oder behindert sind, leben sie nur noch von den Erinnerungen an diese Fahrten. Wir machen es mit unseren Fahrzeugen möglich, dass diese Menschen wieder Spaß haben, mobil sind und das Münsterland erkunden können", sagt Egon Böckers.

Als Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wo ich auch die Diskussionen um die Pflegegesetzgebung begleitet habe, erfuhr ich von Jürgen Kaling, Leiter des Hauses, von seiner Skepsis gegenüber der generalistischen Ausbildung. "Die Kinder- und Altenpflege werden die Verlierer der Ausbildungsreform sein. Was wir viel mehr benötigen, ist eine einheitliche Ausbildungsvergütung", so Kaling. Einen weiteren Kritikpunkt sieht Kaling in der Dokumentation. "Die Kammern lehren immer noch die alte Doku-Form. Viele Häuser arbeiten aber schon nach den neuen Richtlinien. Das bringt Probleme für die Auszubildenden mit sich."

Um den Kontakt zu der jüngeren Generation aufrechtzuhalten, gibt es eine enge Kooperation zwischen dem Haus St. Walburga und den Kitas vor Ort. Eine gelungene Zusammenarbeit, finde ich. Für viele Heimbewohner ist der Kontakt zu den ‚Jüngsten' in unserer Gesellschaft wichtig, weil viele Verwandte erfahrungsgemäß nicht jeden Tag zu Besuch kommen können. Der Kontakt zu den Kindern hilft über manche einsame Stunde hinweg, da bin ich mir sicher.

Zeit für mehr Gerechtigkeit.

Ursula Schulte vor Ort

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