Die politischen Weichenstellungen nach der Bundestagswahl 2017 waren ein Thema beim Gewerkschaftsfrühstück, welches ich regelmäßig in meinem Wahlkreis veranstalte.

Für Frank Seeliger und Wolfram Nitsch (IG BCE), Jürgen van der Linde, Dieter van den Berg und Ralf Göppert (alle ver.di), Robert Brandt und Manfred Kuiper (IG Metall) und Dieter Sauerwald (GEW) war klar: Arbeit muss sich lohnen. Leute, die arbeiten und trotzdem aufstocken müssen, gehören mehr ins Blickfeld der Politik. Es muss einen Unterschied geben, zwischen Menschen, die lange gearbeitet haben und dann Hartz IV beziehen müssen und Menschen, die noch nie in die sozialen Sicherungssysteme eingezahlt haben.

Auch bei der Leih- und Zeitarbeit war man sich einig. Es gebe immer noch zu viele Schlupflöcher für Unternehmen. Nach drei Monaten könnten Arbeiter wieder eingestellt werden. Dass nutzen Firmen aus. Eine klare Aussage von allen gab es zur sachgrundlosen Beschäftigung. "Sie gehört abgeschafft"!

Kritik in Richtung SPD gab es vor allem an der Einwanderungspolitik. Viele ArbeitnehmerInnen - darunter auch GewerkschafterInnen - hätten Protest gewählt, weil sie Flüchtlinge und Asylbewerber auch als Konkurrenz ansehen. Der DGB wolle nun das Thema Einwanderung zu einem Schwerpunktthema machen. Ängste lassen sich nur abbauen, wenn man einander kennt und respektiert. Da fordere ich eine offene und ehrliche Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Daneben gab es auch kommunale Themen, wie die verkaufsoffenen Sonntage. Hier sagen die Gewerkschaften ganz klar: "Es muss einen Tag für die Familien geben. Die verdichtete Arbeitszeit führt dazu, dass sich Familien kaum noch etwas gemeinsames vornehmen können."

Mein Fazit: Das Gewerkschaftsfrühstück zählt zu meinen regelmäßigen Angeboten. Ich freue mich, dass wir über so viele Themen sprechen können. Konstruktive Kritik für meine Partei nehme ich dabei gerne an.

Zeit für mehr Gerechtigkeit.

Ursula Schulte vor Ort

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