Die Verbraucherorganisation "foodwatch" kritisiert in ihrem gestern vorgestelltem "Coca-Cola-Report" die Mitverantwortung des Getränkekonzerns an ernährungsbedingten Krankheiten wie Diabetes und Fettleibigkeit. Foodwatch bezeichnet die Zuckergetränke von Coca Cola gar als "flüssige Krankmacher".

Es ist keine neue Erkenntnis, dass energiereiche Ernährung - und dazu zählen Brausen, Fruchtsaftgetränke und Eistees - die Entwicklung gerade kindlicher Adipositas befördern kann. Das sehen auch das Robert-Koch-Institut und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) so. Die WHO empfiehlt nicht mehr als 25 Gramm Zucker pro Kopf und Tag zu sich zu nehmen. Deshalb appellieren wir an die großen Getränkehersteller freiwillig den Anteil an Zucker oder -Zuckerersatzstoffen spürbar zu reduzieren. Bei Getränken ist dies nach unserer Kenntnis kein Problem. Mit der im Koalitionsvertrag vereinbarten Nationalen Reduktionsstrategie haben wir dazu ein gutes Instrumentarium geschaffen. Diese muss nun schnell auf den Weg gebracht werden.

Um den Konsum von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken für Kinder und Jugendliche zu senken, benötigen wir vor allem Präventions- und Marketingmaßnahmen für ungesüßte Getränke und Wasser, Aufstellverbote für Verkaufsautomaten mit zuckerhaltigen Getränken in Schulen und verpflichtende Grenzwerte für den Zuckergehalt.

Wir sollten in diesem Zusammenhang auch ganz genau prüfen, welche Effekte die Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke in anderen Ländern bewirkt hat.

Ursula Schulte vor Ort

25 Apr 2018 08:00 Uhr

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