Einladung zum Tag der Ein- und Ausblicke am 9. September 2018
Meine Besuchergruppe im Juli
Glückwunsch an Sebastian Hartmann - zur Wahl zum Vorsitzenden der NRWSPD
Zu Gast bei den Schülerinnen und Schüler der 11. Stufe des Euregio Gymnasiums
Abschlussfoto Veranstaltung: Arbeit 4.0 was ist das eigentlich?
Meine erste Besuchergruppe 2018
Gemeinsam mit meinen Kollegen aus Bund und Land bei Frau Regierungspräsidentin Feller.
Gruppenfoto nach den Beratungen über das Ergebnis der Sondierungsgespräche.
Gruppenfoto nach guten Gesprächen mit den Gewerkschaftern
Andrea Nahles in Bocholt
Mit Franz Müntefering in Stadtlohn zum Thema Älter werden ist mehr als Pflege.
Borken: Kita Burlo, Haus der kleinen Forscher
Gescher: UN Kinderrechtstag
Bocholt: Besuch Technisches Hilfswerk

Wir wünschen allen schöne Sommerferien...

v. l. n. r.: Uta Röhrmann u. Gerti Tanjsek SPD-Kreistagsmitglieder, Ursula Schulte, MdB, Nicole Titze, pädagogische Mitarbeiterin und Silke Hempen, Leiterin des Frauenhaus Bocholtv. l. n. r.: Uta Röhrmann u. Gerti Tanjsek SPD-Kreistagsmitglieder, Ursula Schulte, MdB, Nicole Titze, pädagogische Mitarbeiterin und Silke Hempen, Leiterin des Frauenhaus BocholtFür viele Frauen ist es alltägliche Realität, körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt zu erfahren. Frauenhäuser sind für die Betroffenen dann oft die letzte Zuflucht. Grund genug für mich sich mit Gerti Tansjek und Uta Röhrmann, beide Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion, im Frauenhaus des Caritasverbandes zu informieren.

Silke Hempen als Leiterin des Frauenhauses, Nicole Titze als pädagogische Mitarbeiterin sowie Claudia Soggeberg als Vorstandsmitglied des Caritasverbandes Bocholt erläuterten, wie wichtig der enge Kontakt zwischen Pädagogen und Schutzsuchenden ist. Das sei, so Silke Hempen, nicht selbstverständlich. In Bocholt sei die vertrauensvolle Beziehungsarbeit konzeptionell verankert. Stolz sind die engagierten Frauen auch auf ihre enge Vernetzung mit KiTas, Schulen, Ärzten Therapeuten. Schwierig sei nur die Versorgungslage bei Psychiatern und Psychotherapeuten. Wo schnelle Hilfe angesagt ist, erhalten traumatisierte Frauen und Kinder in der Regel erst nach 9 - 12 Monaten einen Termin.

Wir Politikerinnen erfuhren, dass es immer schwieriger wird, den Frauen einen sicheren Schutzort zu bieten. Über Ortungsfunktionen auf Smartphones, Tablets und Messenger-Diensten ist die Erreichbarkeit gestiegen. Häufig wissen Frauen gar nicht, dass ihre Männer bestimmte Ortungsfunktionen aktiviert haben.

Problematisch sei auch, dass amtliche Verwaltungsakte häufig dem Schutzanspruch misshandelter Frauen entgegenstehen. So sind Frauen im Sozialleistungsbezug verpflichtet, ihrer Mitwirkungspflicht nachzukommen. Die Konsequenz: Frauen müssen Ansprüche geltend machen und ihre Adresse offenbaren. Das ist nicht zielführend.

Immer häufiger suchen Migrantinnen und Frauen aus Krisenregionen Schutz vor gewalttätigen Männern. Das verändert die Arbeit der Einrichtungen - doch die finanziellen Probleme bleiben. Das trifft auch auf das Frauenhaus Bocholt zu, da es sich bei der Finanzierung um freiwillige Leistungen des Landes- bzw. kommunalen Ebene handelt.

Der Bund, hat hier nur geringe Einflussmöglichkeiten. Allerdings haben wir in diesem Jahr ein Modellprojekt ins Leben gerufen, das das bestehende Hilfesystem zum Schutz von Gewalt gegen Frauen weiter entwickeln soll. Das wissenschaftlich begleitete Projekt wird in Nordrhein-Westfalen bis Ende 2019 durchgeführt und soll eine bessere Vernetzung zwischen den Hilfeeinrichtungen in ganz Deutschland zur Folge haben. Weitere unterstützende Schritte sollen folgen. SPD-Familienministerin Franziska Giffey hat den Schutz von Frauen vor Gewalt zu einem ihrer Schwerpunkte erklärt. Wir müssen den vielen haupt- und ehrenamtlichen Kräften, die in diesem Bereich arbeiten, Mut machen, sich weiter zu engagieren. Dazu gehört aber vor allem eine gesicherte Finanzierung.

 

 

Ursula Schulte vor Ort

Positionspapiere aus dem Projekt „Neue Lebensqualität

Null Tolleranz

Zum Seitenanfang